Für Fachkollegen

  1. Literatur für Fachpublikum 
  2. Arbeit als Dozent in der Aus-, Weiter- und Fortbildung
  3. Supervisor in der Verhaltenstherapie
  4. Lehrtherapeut in der Verhaltenstherapie
  5. Patientenratgeber für die Verhaltenstherapie im Erwachsenenalter

I. Literatur für Fachpublikum

Die Literatur für das Fachpublikum ist so umfangreich geworden, dass die vollständige Orientierung kaum noch möglich ist. Von Ausbildungskandidaten nachgefragt, welche fünf Bücher zunächst zu nutzen wären, habe ich eine sehr subjektive Auswahl getroffen:

  • Hermer & Röhrle (2008) (Hrsg.):
    Handbuch der therapeutischen Beziehung, Tübingen, dgvt-Verlag
  • Strauß, Hohagen & Caspar (2007):
    Lehrbuch Psychotherapie (TB 1 und 2), Göttingen, Hogrefe
  • Senf & Broda (2012):
    Praxis der Psychotherapie Ein integratives Lehrbuch, Stuttgart, Thieme
  • Ullrich & de Muynck (1998):
    ATP 1-3 Assertiveness Training Program, München, Pfeiffer
  • Linden, M. & Hautzinger, M. (Hrsg.) (1993ff):
    Verhaltenstherapie (Verhaltenstherapiemanual), Berlin Heidelberg New York, Springer

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II. Arbeit als Dozent in der Aus-, Weiter- und Fortbildung

Dozenten, die in der Aus-, Weiter- und Fortbildung arbeiten, werden von Instituten und anderen Institutionen beauftragt, bestimmte Weiterbildungsinhalte zu vermitteln. Dabei kommt es darauf an, den Teilnehmern theoretische und praktische Kenntnisse so zu vermitteln, dass die Übertragung in den beruflichen Alltag möglichst leicht gelingen kann. Allerdings kann es selbst der beste Dozent den Teilnehmern nicht abnehmen zu lernen, die Weiterbildungsinhalte zu reflektieren und die praktischen Fähigkeiten zu trainieren.

Im Allgemeinen finden die Weiterbildungsveranstaltungen neben der üblichen Praxistätigkeit und an den Wochenenden statt. So wird der Praxisbetrieb nicht beeinträchtigt.

Als Dozent zu arbeiten, hat unschätzbare Vorteile:
Neben einer anderen Anforderung die den Arbeitsalltag ergänzt, werden wieder und wieder die unterschiedlichsten Themen bearbeitet, neue fachliche Entwicklungen reflektiert und damit wird auch die Behandlungen der Patienten auf den aktuellen Stand gebracht.

In Prüfungen, mal als Prüfer, mal als Prüfungskommissionsvorsitzender, können dann die Ergebnisse der Arbeit der Teilnehmer und von uns Dozenten beurteilt werden.

Für folgende Institutionen war bzw. bin ich beispielsweise als Dozent tätig:

  • IFT Institut für Therapieforschung München
  • Akademie für Ärztliche Fortbildung
  • Regionalinstitute der DGVT Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie / Fern-Universität Hagen
  • MDAP Mitteldeutsche Akademie für Psychotherapie
  • BFA Berliner Fortbildungsakademie
  • MAPP Magdeburger Akademie für Psychologische Psychotherapie
  • Universität Basel (Schweiz)
  • Staatliche Universität St. Petersburg (Russland)
  • Sanitätsamt Brixen (Italien)
  • BAP Berliner Akademie für Psychotherapie


Vorlesungen und Seminare u.a. zu folgenden Themen:

  • Diagnostik in der Verhaltenstherapie: Problem-, Bedingungs- und Plananalyse,
  • Therapieentscheidungen in der Verhaltenstherapie,
  • Anamnesen und Indikationsstellung in der Verhaltenstherapie
  • Erarbeitung von verhaltenstherapeutischen Anamnesen und von Berichten an den Gutachter,
  • Befunderhebung, Dokumentation und Evaluation
  • Pathopsychologische Modelle psychischer Störungen,
  • Störungsspezifische Seminare z.B. zu Depressionen, Ängsten und Zwängen, Suchtkrankheiten
  • Entspannungsverfahren in der Psychotherapie,
  • Patient-Therapeut-Beziehung,
  • Verhaltenstherapie von Essstörungen,
  • Verhaltenstherapie von Suchtproblemen (Alkohol, Glücksspiel, illegale Drogen),
  • Verhaltenstherapie bei problematischem und pathologischem PC- und Internet-Gebrauch.


Zu den Lehrveranstaltungen sind Lehrfilme, Materialien für die Patientenbetreuung (z.B. eine Übungs-CD zur Progressiven Muskelrelaxation) und Dokumentation, sowie für die Ausbildungsteilnehmer entstanden.

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III. Supervisor in der Verhaltenstherapie 

Sowohl in der Aus- und Weiterbildung, als auch im therapeutischen Alltag wird die eigene Arbeit einer kritischen Prüfung unterzogen. Damit wird wesentlich dazu beigetragen, dass die jeweiligen Behandlungen mit der erforderlichen Qualität durchgeführt werden. Rahmen dieser kritischen Überprüfung der eigenen Arbeit ist die Supervision. Der Supervisor hat dabei die Rolle des Anwalts des Patienten inne.

Supervisoren sind erfahrene Therapeuten, die oft eine spezielle Ausbildung für diesen Teilbereich therapeutischer Arbeit durchlaufen haben. Sie sind verpflichtet, sich bezogen auf die Tätigkeit als Supervisor einer ständigen Weiterbildung zu unterziehen. Landesamt für Gesundheit und Soziales, sowie die Kassenärztliche Vereinigung haben die fachlichen Voraussetzungen der zugelassenen Supervisoren entsprechend der Psychotherapierichtlinien geprüft.

Supervision erfolgt kontinuierlich und nach einem bestimmten System (B. Lohmann: Effiziente Supervision). In meiner Praxis stellen die Supervisanden ihre Arbeit mit den Patienten in der Einzel- oder Gruppensupervision vor. Dabei ist es zunächst die wichtigste Aufgabe, die entscheidenden fachlichen Fragen konkret formulieren zu können. Diese Fragen zu den konkreten fachlichen und zwischenmenschlichen Problemen, die im Verlauf der Behandlung ihrer Patienten auftreten können, werden auf der Grundlage des Problemlöseprozesses diskutiert. Die gefundenen Lösungen unterstützen dann die Therapeuten dabei, die Behandlung des und gemeinsam mit dem Patienten effektiver zu gestalten.

Im Login-Bereich finden Sie Dokumente für die Supervision.

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IV. Lehrtherapeut in der Verhaltenstherapie 

Notwendiger Bestandteil einer mehrjährigen Ausbildung in Verhaltenstherapie ist die Selbsterfahrung, die als Einzel- und Gruppen-Lehrtherapie durchgeführt wird. Sie wird von erfahrenen Verhaltenstherapeuten durchgeführt.

Die Ausbildungsteilnehmer können eigene Erlebens- und Verhaltensweisen, die für die Ausübung des Therapeutenberufs von besonderer Bedeutung sind bei sich beobachten, reflektieren und ggf. modifizieren. Eigene Stärken und Schwächen können deutlicher erkannt, sowie Lösungen für eigene Probleme gefunden und Neues ausprobiert werden.

Die Ausbildungsteilnehmer können sich darüber hinaus in die Rolle von Patienten versetzen, um deren Situation besser nachvollziehen zu können.

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IV. Patientenratgeber für die und in der Verhaltenstherapie im Erwachsenenalter 

Patienten Hilfestellungen zu geben, ist im Rahmen der Verhaltenstherapie üblich. Patientenratgeber können eine dieser Hilfestellungen darstellen. In diesen Ratgebern werden Patienten auf ein Thema eingestimmt, notwendige Sachinformationen vermittelt und Hinweise auf die Veränderungsmöglichkeiten gegeben.

Seit langem habe ich gute Erfahrungen mit der Empfehlung von Patientenratgebern gesammelt. Patienten sehen sich häufig gut beschrieben, besser in ihrer Not verstanden, lernen wichtige Therapiestrategien kennen und können so aktiv auf ihre Behandlung Einfluß nehmen. Patientenratgeber, zielgerichtet ausgewählt und dann mit dem Therapeuten besprochen, können also die Behandlung selbst und auch den Patienten für die Zeit danach unterstützen.

Auch mancher Supervisand konnte Patientenratgeber nutzen – meistens für ihre Patienten, manchmal auch, um sich einen ersten Überblick zu einer von ihm oder ihr noch nicht behandelten Erkrankung zu verschaffen.

Als sich dann noch 2014 ein Hausarzt in meinem Dorf mit der Bitte an mich wandte ihm ein paar Patientenratgeber für häufige Beschwerdebilder zu nennen, ist eine erste und kleinere Liste entstanden. Die Idee, eine halbwegs aussagefähige Ratgeberliste zusammenzustellen, gab es schon lange. Damit war aber schon ein Anfang gemacht. Meine Dresdner Kollegin Regina John, mit der ich viele Weiterbildungen durchführe, hat ihre umfangreiche Ratgeberliste beigesteuert, und auch die anderen Kolleginnen und Kollegen, die aufgeführt sind, haben Ratgeber beigesteuert. Frau Dipl.-Psych. Ute Berger hat als Mitarbeiterin der Praxis sehr viel recherchiert und die Angaben wesentlich vervollständigt. So ist die vorliegende Ratgeberliste entstanden. Diese Liste ist thematisch geordnet und enthält die notwendigen Literaturangaben. Zusätzlich gibt es, z.T. persönliche Kommentare zu den als Stärken empfundenen Inhalten des jeweiligen Ratgebers.

Interessenten können sich die Liste problemlos kopieren. Um sie optimal nutzen zu können, steuern Sie das Inhaltsverzeichnis an, wählen das Thema aus und nehmen die Tastenkombination: Strg und eine beliebige andere Taste. Damit gelangen Sie umgehend zu dem gewünschten Thema.

Da die Arbeit umfangreich war und ähnliche Ideen verwirklicht werden sollen, die auch Ressourcen binden, würde eine Spende helfen, die Arbeit fortzusetzen.

Kontoinhaber: Götz Beyer
Kontoverbindung: Deutsche Kreditbank
IBAN: DE86 120 300 00 0000 439 554

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